Home
   
  Aktuelles/Termine
  Wir über uns
  Lebenswelt Schule
  Kollegium und gute Geister
  Partner der Schule
  Kontakt
  Gästebuch
  Impressum
   
   
   
   
   
   

 

 

Selbstbehauptung und Konflikttraining

Die Milos-Sovak-Schule wird ausschließlich von Kindern besucht, die einen besonderen und individuellen Förderbedarf aufweisen. Dieser Förderbedarf basiert auf einer jeweils individuellen Biographie, die sich, zumindest in Teilbereichen, von der Entwicklung vieler anderer Kinder unterscheidet.
Von vielen unserer Schülerinnen und Schülern wird diese Abweichung bewusst wahrgenommen sie beeinflussen Selbstwahrnehmung, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl und damit auch das Verhalten. Die möglichen Ausprägungsarten des Verhaltens sind vielfältig.
Vergegenwärtigt man sich nun die Tatsache, dass es ohnehin zurzeit einen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel dahingehend gibt, dass die Bedeutung eigener Erfahrungen deutlich gegenüber der Anerkennung tradierter Autoritäten an Gewicht zunimmt, so wird klar, dass sich viele unserer Kinder in einem besonderen Dilemma befinden.
Für uns alle gibt es täglich Situationen, die uns in Konflikte bringen. Es geht dann darum sich durchzusetzen oder zurückzunehmen, eigene Interessen zu vertreten und sich abzugrenzen, die eigenen Grenzen nicht überschreiten zu lassen, gleichzeitig aber auch die Grenzen anderer wahrzunehmen und zu respektieren.
Unsere alltäglichen Erfahrungen in den Klassen und auf dem Schulhof zeigen, dass es vielen unserer Schülerinnen und Schülern dabei nicht immer gelingt, sich sozial adäquat zu verhalten, sich durchzusetzen, ohne über das Ziel hinauszuschießen und dann auch noch respektvoll und sachlich, vielleicht sogar auch noch höflich, zu bleiben.
Gelingt der adäquate Umgang mit Konflikten nicht, so beobachten wir sowohl ein Abgleiten in die Opfer-,  als auch Täterrolle. Vor beidem versuchen wir unsere Schülerinnen und Schüler durch bewusste pädagogische Arbeit im Verlauf der gesamten Schulzeit zu bewahren.

Auf der Basis eines gestärkten Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls erscheint uns ein zusätzliches Verhaltenstraining im Bereich der Selbstbehauptung und des Umgangs mit Konflikten für sinnvoll.

Die Schulkonferenz hat deshalb beschlossen, dass ab dem Schuljahr 2004/2005 jede Schülerin und jeder Schüler der jeweiligen Klasse 4 an einem entsprechenden Trainingskurs teilnehmen soll. In Zusammenarbeit mit „ParaVida“, einem überregionalen Anbieter entsprechender Schulungen, werden vier Trainingseinheiten zu je 90 Minuten durchgeführt.

Die Maßnahme versteht sich als Klassenprojekt und findet anstelle des Unterrichts mit Teilnahme der Lehrkraft statt. In dieser Klassenstufe wird ein männlicher Trainer mit eingesetzt und es wird nach Geschlechtern getrennt unterrichtet Ein Informations- und  Auswertungsgespräch mit Eltern und Lehrern wird selbstverständlich durchgeführt, um einerseits Inhalte des Trainings, Methodik und Qualifikation und andererseits Rückmeldungen zu erhalten.  Die Finanzierung erfolgt mit Hilfe eines Zuschusses des Fördervereins und einem Ansparmodell über die Klassenkasse im gesamten Schuljahr.
Im Jahr 2009 wurde mit dem ParaVida-Team vereinbart, dass

  1. zur besseren Nachhaltigkeit zweimal der Kurs durchgeführt werden sollte (Klasse S III und Klasse 4),
  2. dieses ParaVida-Team, zwei PolizistInnen, als vertrautes, beständiges Team ausschließlich als Kurstrainer in unsere Schule kommt.

In einer Lehrerkonferenz im Jahre 2015 wurde vereinbart, dass auch andere Anbieter gewählt werden können.