Home
   
  Aktuelles/Termine
  Wir über uns
  Lebenswelt Schule
  Kollegium und gute Geister
  Partner der Schule
  Kontakt
  Gästebuch
  Impressum
   
   
   
   
   
   

Milos-Sovak-Schule

 

 

Der Schulgottesdienst

 

Der Gottesdienst mit Schülerinnen und Schülern ist etwas ganz Besonderes. Der Gottesdienst wird verstanden als Erfahrungs- und Erlebnisangebot. Wenn Schülerinnen und Schüler von Zuhause aus nicht die Möglichkeit haben, elementare religiöse und gemeinschaftliche Erfahrungen zu sammeln, ist es umso mehr die Aufgabe der Schule, ihnen diese zu eröffnen und anzubieten. Schule wird verstanden als Lern- und Lebensraum, in dem „die Gestaltung […] jenseits von Unterricht aber ein entscheidender Beitrag zum Bildungs- und Erziehungsauftrag von Schule gehört und damit zur Qualitätsentwicklung beiträgt“ (Karsch / Rasch 2006, 5).

Die Milos-Sovak-Schule, eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache, versteht sich als ein solcher Lern- und Lebensraum.

   

Der Schule als Lebens- und Erfahrungsraum sollte es wichtig sein, ihren Schülerinnen und Schülern die Perspektiven und Erfahrungen, die sie im Schulgottesdienst gewinnen können, zu ermöglichen. „Schülerinnen und Schüler sollen zumindest die Chance erhalten, im Feiern und Erleben etwas zu finden, was sie aufatmen läßt, was sie entlastet, was sie erleichtert lächeln läßt, was sie stärkt, was sie orientiert“ (Kuhl 1998, 5). Der Schulgottesdienst als Lernort sollte in seinen ganz eigenen Möglichkeiten wahrgenommen und genutzt werden

Des Weiteren bieten Schulgottesdienste als Feiern, denn auch dadurch behalten sie ihren ganz eigenen (feierlichen) Status, die Möglichkeit, an einigen Stellen im  (Schul-) Jahr durchzuatmen und sich zu besinnen. „Sie fordern auf, an gewissen Schwellen des Schuljahres einmal innezuhalten, eben »Pausen« zu machen und miteinander Gottesdienst zu feiern“ (Rupp u.a. 1996, 7).
Der Schulgottesdienst als Besinnungsinsel im Alltagsmeer hat seine ganz spezielle Bedeutung und damit auch seine ganz besondere Notwenigkeit im Schulalltag. Neuser bezeichnet ihn als „sabbatliche Unterbrechung des Schulalltags“ (vgl. Neuser 1992). Und er sieht noch einen weiteren Grund den Gottesdienst für Schülerinnen und Schüler als Schulgottesdienst zu feiern: anders als bei anderen Gottesdienstformen kommen nicht die Menschen aus ihrem Umfeld zum Gottesdienst, um ihn zu feiern, sondern der Schulgottesdienst wird meist da gefeiert, wo miteinander gelebt und gelernt wird. Er entspringt also hier dem ganz ursprünglichen Gedanken, dass wir dort Gottesdienst feiern, wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen leben, arbeiten, lachen, weinen, feiern… (vgl. ebd., 173).

Deshalb feiern wir in Kooperation mit der Gemeinde in Hürth-Stotzheim, einen ökumenischen Gottesdienst. Dieses Angebot findet in der Stotzheimer Kirche St.Brictius statt. Diese Gottesdienste orientieren sich an verschiedenen Ereignissen, sowohl an schulspezifischen Ereignissen, wie Einschulung oder Verabschiedung, als auch am Kirchenjahr, wie Weihnachten und Erntedank. Die Vorbereitung und Durchführung wird von einem Team aus Kolleginnen, Lehramtsanwärterinnen, Diakon und Pfarrer geleistet. Wichtig ist uns die aktive Teilhabe möglichst vieler Schülerinnen und Schüler am Gottesdienstverlauf, damit durch die bewusste Handlung und die themengebundene Aktivität Lebendigkeit, Interesse und Freude am Feiern und Erleben geweckt werden.

 

Literatur:

  1. KARSCH, M. / RASCH, C. (2006): Schulgottesdienste. Göttingen.
  2. KUHL, L. (1998) (Hrsg.): Schulgottesdienste für die Grundschule. Loccum.
  3. NEUSER, W. (1992): Schulgottesdienst als sabbatliche Unterbrechung des Schulalltags – eine Chance für Schule und Kirche. Siegen.
  4. RUPP, H. u.a (1996): Kunterbunte Pausen. Ökumenische Schulgottesdienste für die Grundschule. Modelle und Materialien. Mainz.
 





>