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Allgemeine Informationen

Die Milos-Sovak-Schule ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache im Primarbereich. Sie besteht seit 1976. Ihr Einzugsbereich umfasst den südlichen Rhein-Erft-Kreis mit den Städten, Wesseling, Brühl, Erftstadt, Frechen und Hürth.

Im nördlichen Rhein-Erft-Kreis bietet die Michael-Ende-Schule als Förderschule Förderung im Förderschwerpunkt Sprache an.
Das Einzugsgebiet Kerpen wird teilweise von beiden Schulen versorgt.
Die Michael-Ende-Schule war vormals eine Außenstelle der Milos-Sovak-Schule (siehe Schulchronik).
Mit ihr besteht eine enge Kooperation in Form von regelmäßigen Treffen, Austausch von Information, gegenseitiger Unterstützung und gemeinsame Fortbildungen für die Kollegien und Schulleitungen.  

Der Name Milos-Sovak-Schule geht auf den tschechischen Arzt, Philosophen und Pädagogen, Milos Sovak (1905-1989) zurück, der die damalige tschechoslowakische Logopädie begründete und auch die westliche logopädische Diagnostik, Forschung und Therapie in den 70er Jahren beeinflusste. (siehe „Wir über uns“ Þ „Namensgeber“ und „Chronik“ ). Es bestehen noch Verbindungen zur tschechischen logopädischen Gesellschaft in Prag (Besuch in Prag im Dezember 2005). 

 

Milos Sovak (1905 – 1989)

Die Eule wurde das Symbol unserer Schule, da „Sovak“ auf tschechisch „Eulenmännchen“ heißt. Sie wurde im Rahmen eines Schülerwettbewerbs von einer Schülerin entworfen und soll mit ihren Weisheitsattributen der  Antike das Streben der Gesamten Schulgemeinschaft prägen. So ziert das Eulen-Emblem neben  dem Schulprogramm auch jeglichen Schriftverkehr der Schule (siehe "Wir über uns" -> Schullogo)

 

Sprache als zentrales Anliegen der Schule

Im Mittelpunkt der schulischen Arbeit stehen Kinder mit umfangreichen Beeinträchtigungen ihrer kommunikativen Fähigkeiten. Das Erlernen verbaler und nonverbaler Interaktion ist Bedingung für einen verantwortungsvollen Umgang im  gesellschaftlichen Miteinander und in der Umwelt.
Die Kultur des Miteinander-Lebens und Sich-Verstehens wird durch Sprache ermöglicht.

So ist der zentrale Leitgedanke der Milos-Sovak-Schule: Sprache  verbindet und öffnet Möglichkeiten ", denn

  • Sprache ist das zentrale Kommunikationsmittel, mit dem das Zusammenleben aller organisiert und gestaltet wird,
  • Sprache ist entscheidend bei der Aneignung von Wissen und beim erfolgreichen Lernen,
  • Sprache und Sprechen ermöglichen die Entfaltung der Persönlichkeit und ihrer Entwicklung.

Milos Sovak prägte in diesem Zusammenhang die vier H’s.
Er erweiterte die von Pestalozzi entwickelten drei Grundbedingungen der kindlichen Entwicklung „Kopf, Herz und Hand“ um ein weiteres H, das den für das Lernen und die Motivation unerlässlichen Humor symbolisiert.
Das Lernen mit  HAND   -   HERZ   -   HIRN   -   HUMOR als pädagogischer Grundgedanke für unsere Schule wurde von Milos Sovak geprägt und ist elementarer Bestandteil der Arbeit mit den Kindern und im Kollegium.
Die Bedeutung der Freude, die durch das Miteinander, die Wertschätzung und den Humor entsteht wird bis in die Gegenwart durch die Ergebnisse der Neurobiologie bestätigt. „Lachen ist gesund“, weiß der Volksmund. Nicht zuletzt als rheinische Schule ist uns der humorige Umgang miteinander sehr wichtig, sowohl innerhalb des Kollegiums und den Mitarbeitern als auch im Unterricht.
Humor ist bekanntermaßen sozial-verbindend und schafft Vertrauen. Hier schließt sich der Kreis zur Sprachentwicklung, welche auf diese Grundvoraussetzungen aufbaut und unter diesen Grundvoraussetzungen auf allen Ebenen gefördert werden kann.
Der Schulsong  entstand in einer Musical-AG im Jahr 2001 und hat die vier H’s von Milos Sovak aufgegriffen. Er wird bei besonderen Gelegenheiten und Festen gesungen und mit Bewegung dargestellt. (Im Eingang der Schule hängt auf der linken Seite ein Gemälde der Klasse 1 aus dem Jahre 1999. Die Kinder haben dort die Symbolik der 4 H´s auf ihre Art künstlerisch umgesetzt.)  

Schulsong:  Unsere Schule  
1. Es gibt schon viele Schulen, doch unsre müsstet ihr besuchen.
Bei uns geht es rund und das aus einem guten Grund.
Hier macht das Lernen nämlich Spaß, das können wir euch sagen.
Wieso- werdet- ihr euch nun fragen,
was hier so geschieht, singen wir euch in diesem Lied:Refrain:
Unsre Schule, die ist prima,
unsre Schule, die ist toll,
unsre Schule, die ist klasse,
unsre Schule ist wundervoll.
2. In der E-Klasse zu sein, ja das ist fein.
Hier kriegen wir rechnen, schreiben, lesen beigebracht
und das schon mit 6,
wer hätte das gedacht.
In der ersten und zweiten Klasse wird viel gelacht,
auch schon mal Blödsinn gemacht.
Etwas lesen und schreiben können wir schon,
doch was kommt jetzt- Einmaleins und Multiplikation
Und das ist cool, darum gehen wir in die Schul´.
Refrain

 

3.Nun kommen wir aus Klasse drei und vier,
bei uns ist es schon richtig schwer.
Wir lernen schon viel, viel mehr,
so viel, dass uns die Köpfe rauchen,
doch das, was wir lernen können wir ja brauchen.
Wir Lehrer sind auch noch da und wollen euch erzählen,
wie wir die Sache sehen.
Lehrer hier zu sein, ja das ist fein,
die Schüler sind fantastisch und die Schule ist bombastisch.
Refrain

4. Milos Sovak heißt die Schule,
ist nicht jedermann bekannt.
Die vier H`s, die sind uns wichtig:
Herz, Hirn, Humor und Hand.

(Der Refrain wird als Erinnerungshilfe mit Gesten unterlegt.)

 

 

 

Besonderheiten der Schulform

Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule werden nach den Richtlinien und Lehrplänen der Grundschule unterrichtet unter besonderer Berücksichtigung der sonderpädagogischen Förderung im Förderschwerpunkt Sprache. Sobald sie ihre Sprachprobleme aufgearbeitet haben und ausreichende Sprachkompetenz besitzen, können sie in Absprache mit den Erziehungsberechtigten und der zuständigen Grundschule in die allgemeine Grundschule wechseln. Demnach versteht sich die Schule als Durchgangsschule(siehe Schaubild).
Die Milos-Sovak-Schule umfasst wie die allgemeine Grundschule maximal 5 Schuljahre: die Schuleingangsphase (I, II und III) sowie die Klassen 3 und 4.
In der Schuleingangsphase I liegt das Hauptaugenmerk darauf, die  Entwicklungsverzögerungen der Sprache durch Förderung in den basalen Bereichen Wahrnehmung, Konzentration und Arbeits- und Lernverhalten aufzuholen. Aber auch hier wird wie im Unterricht der folgenden Klassenstufen der Unterrichtstoff entsprechend dem Lehrplan der Grundschule vermittelt, stets unter individueller Berücksichtigung der jeweiligen Sprachentwicklungsverzögerung der Schülerinnen und Schüler. Dem Erwerb der Schriftsprache kommt dabei besondere Bedeutung zu. Ziel ist es, die Freude am Lernen zu erhalten und Misserfolge zu vermeiden (siehe auch "Schuleingangsphase)

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Kinder im Bildungsgang `Lernen` zu unterrichten, wenn nachhaltige Lernprobleme auftreten. In der Milos-Sovak-Schule wird dies auf der Grundlage des individuellen Förderbedarfes entschieden, Voraussetzung des Verbleibs an unserer Schule ist der primäre Förderbedarf des Schülers in Sprache.
Für jede Schülerin und jeden Schüler werden in einem individuellen Förderplan Lernziele und Fördermöglichkeiten entwickelt.

 

Schülerschaft

Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf im Bereich Sprache sind in ihrer Kommunikation beeinträchtigt. Oft fällt es ihnen schwer, mit Anderen sprachlichen Kontakt aufzunehmen, ihre Gedanken, Wünsche und Gefühle zum Ausdruck zu bringen.
Sprachstörungen sind in ihrem Erscheinungsbild sehr vielfältig. Sie können sich auf die Aussprache, die Wort- und Satzbildung, den Wortschatz und das Wortgedächtnis, das Sprachverständnis und den Redefluss beziehen. Die Beeinträchtigungen im sprachlichen Bereich können Auswirkungen auf das Sozialverhalten, das schulische Lernen und die Persönlichkeitsentwicklung haben.

Schwerpunktmäßig besuchen die Milos-Sovak-Schule Schüler mit folgenden Auffälligkeiten:

Sprech- und Redestörungen

Sprachstörungen

  • Phonetische Aussprachestörung
  • Stimmstörung
  • Näseln
  • Stottern
  • Mutismus (Sprechverweige-rung)
  • Störungen der Aussprache auf phonologischer Ebene
  • Störungen des Wortschatzerwerbs, der Wortschatz-bedeutung und des Sprachverständnisses
  • Störungen im Erwerb der Syntax und Morphologie (Grammatik auf Satz- und Wortebene)
  • Metasprachliche Fähigkeiten
  • Phonologische Verarbeitungspro-zesse

Überproportional häufig lassen sich im Zusammenhang mit Störungen der Sprachentwicklung im Schulalter Störungen des Schriftspracherwerbs beobachten. Zudem besteht ein enger Zusammenhang zwischen Sprachbeeinträchtigung und isolierter Lese- ­Rechtschreibschwäche; fast jedes sprachbeeinträchtigte Kind hat Schwierigkeiten beim Erlernen von Lesen und Rechtschreiben.

Darüber hinaus sind die sprachtragenden Basisfunktionen häufig mit beeinträchtigt:
-      Wahrnehmung
-      Motorik
-      Psychosoziales Verhalten
-      Kognition.

Ein erheblicher Teil der Schüler, die in die Milos-Sovak-Schule eingeschult werden, hatte bereits vorschulisch ambulante Sprachtherapie bei niedergelassenen Logopäden bzw. Sprachtherapeuten,  besuchte vorher integrative Kindergärten oder wurde in den Frühförderzentren in Bergheim, Köln oder im SPZ Kerpen betreut. Die Behandlungen dauerten teilweise mehrere Jahre.

Aufnahme und Rückführung in das allgemeine Schulsystem

- Aufnahme
Das Aufnahmeverfahren für unsere Schule ist durch die Ausbildungsordnung über die sonderpädagogische Förderung festgelegt (AO-SF). Ziel des Verfahrens ist, den sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf eines Kindes zu ermitteln und eine Empfehlung für den Förderort zu geben (Schule) bzw. eine Entscheidung herbeizuführen (Schulaufsicht). Der Antrag zum Feststellungsverfahren wird von den Eltern bzw. den Erziehungsberechtigten eines Schulneulings bei der Erstanmeldung in der zuständigen Grundschule gestellt. Nach Beauftragung durch das Schulamt wird der Schulneuling von einer Grundschullehrkraft der zuständigen Grundschule sowie einer sonderpädagogischen Lehrkraft diagnostisch begutachtet. Anhand vorliegender Berichte und Aussagen (Kindergarten, SPZ, Frühförderzentrum etc.) sowie der  Testergebnisse erstellen die Lehrer daraufhin ein gemeinsames Gutachten, dessen Inhalt den Eltern/ Erziehungsberechtigten in einem Abschlussgespräch dargelegt wird und deren Wunsch -Beschulung an einer Schule des Gemeinsamen Lernens oder an einer Förderschule- festgehalten wird. Anhand dieses Gutachtens trifft die Schulaufsicht die Entscheidung über den sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf und benennt mögliche Förderorte. Die Eltern/ Erziehungsberechtigten melden daraufhin das Kind an der Wunschschule an.

-  Rückschulung/Übergänge
Besteht für ein Kind im sprachlichen und schulischen Bereich kein sonderpädagogischer Förderbedarf mehr, wird es in die zuständige Grundschule zurückgeschult. Dies erfolgt in Absprache mit den Eltern und der entsprechenden Grundschule in der Regel zum Schuljahreswechsel. Vor dem endgültigen Wechsel erfolgt ein Probeunterricht in der in Frage kommenden Klassenstufe in Absprache mit der aufnehmenden Grundschule (Hospitationszeit:  mindestens 2 Wochen).
Selten kommt auch vor, dass Kinder von unserer Schule mit sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf Sprache in die allgemeine Grudschule wechseln (Wechsel des Förderortes).
Im Einzelfall kann es vorkommen, dass der Förderbedarf nicht mehr vorrangig im sprachlichen Bereich liegt, sondern sich vielmehr ein anderer Förderschwerpunkt herausbildet, der ein Kind in seiner Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt. In diesem Fall wird in Absprache mit den Erziehungsberechtigten beim Schulamt ein Antrag auf Förderort- und Förderschwerpunktwechsel gestellt. Daraufhin beauftragt die Schulaufsicht eine Lehrkraft der entsprechenden Förderschule, die mit der Klassenlehrerin unserer Schule das Kind überprüft und in einem gemeinsamen Gutachten eine Förderschule vorschlagen zum Wohle des Kindes. Die letzte Entscheidung hat auch hier wieder das Schulamt.

- Seiteneinsteiger
Mit Seiteneinsteigern sind diejenigen Schüler gemeint, die aus der allgemeinen Grundschule aufgrund eines festgestellten Unterstützungsbedarfs in Sprache in die Milos-Sovak-Schule wechseln. In der Regel findet dieser Wechsel zu Beginn des Schuljahres statt, in der Regel  nach vorheriger Hospitationsphase in unserer Schule.
Bei diesen Schülern sind die Fördermöglichkeiten der allgemeinen Grundschule ausgeschöpft. Schwierigkeiten liegen insbesondere im schriftsprachlichen Bereich (Lesen, Rechtschreiben, freies Schreiben) vor, teils auch im expressiven Sprachvermögen (Artikulation, Grammatik und Wortschatz). 

Das folgende Schaubild illustriert die Schülerbewegungen in der Milos-Sovak-Schule. Der vor Jahren proklamierte pyramidenförmige Aufbau einer Förderschule Sprache ist nicht gegeben: Bereits in den letzten Schuljahren  waren die Klassenstufen E-Klassen, Schuleingangsphase sowie Klassen 3 und 4 ungefähr gleich groß vertreten. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass vermehrt „Quereinsteiger“ aus der allgemeinen Schule in die Milos-Sovak-Schule kommen und zum anderen die Verweildauer länger geworden ist. (Die Stärke der Pfeile zeigt die ungefähre Quantität der Schülerbewegung im Verhältnis zu den anderen an).