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Bewegungsangebote in der Milos-Sovak-Schule

 

Bewegung - ein Grundbedürfnis!

„Kinder brauchen Bewegung“ - dieser Forderung stimmen die meisten Lehrkräfte uneingeschränkt zu. Es gibt immer weniger Kinder, die sich viel bewegen und immer mehr Kinder, die sich wenig bewegen. Sensibilisierung für Wahrnehmung und Bewegung sowie ihre Vernetzung sind Voraussetzung und Bestandteil schulischen Lernens und Handelns. Die Bewegung, das Hören, das Sehen, das Wahrnehmen sind eng miteinander verbunden und weisen Beziehungen zur Sprachentwicklung auf. Die Sprachentwicklung wird also auch durch die kindliche Bewegung beeinflusst! Gerade auch für sprachbeeinträchtigte Kinder, die häufig motorische Probleme haben, ist es besonders wichtig, ein positives Körpergefühl zu entwickeln. Bewegungsängstliche oder -unerfahrene Kinder gewinnen durch ein breites Spektrum an Bewegungsangeboten immer mehr Freude an der Bewegung und sind zunehmend bereit, sich auf neue Situationen einzulassen. Diese Tatsache nehmen wir ernst und räumen der Bewegung einen hohen Stellenwert in der Förderung von sprachentwicklungsbeeinträchtigten Schülern ein.

Bewegung findet bei uns statt:

  • im Sportunterricht
  • im Unterricht im Klassenraum, im Treppenhaus und auf den Fluren
  • auf dem Schulhof und auf dem Spielplatz
  • beim Radfahrtraining
  • im Schwimmbad

Bewegung und Sportunterricht

Im Sportunterricht gelten in erster Linie die Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule, durch die unseren Schülerinnen und Schülern viele Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote zur ganzheitlichen Entwicklungsförderung gemacht werden. Zusätzlich fließen sonderpädagogische Inhalte ein; dabei werden vorrangig folgende pädagogische Perspektiven besonders berücksichtigt:

  • Wahrnehmungsfähigkeiten verbessern (sensorische Integration)
  • Bewegungserfahrungen erweitern (Schulung der motorischen Grundfähigkeiten: Kraft, Ausdauer, Gewandtheit, Geschicklichkeit)
  • Sich körperlich ausdrücken, Bewegungen gestalten (Tanz, Theater, Pantomime)
  • Etwas wagen und verantworten (erlebnispädagogische Themen)
  • Wettkämpfe (Sportfest)
  • Kooperieren und sich verständigen (kooperative Bewegungsspiele, kleine Spiele)
  • Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln.

 

Psychomotorische Inhalte sind ein fester Bestandteil des Sportunterrichts an der Milos-Sovak-Schule ebenso wie die Nutzung diverser psychomotorischer Übungsmaterialien, die auch gelegentlich im Klassenunterricht, z.B. in Lernstationen, verwendet werden. Spiellandschaften zu bestimmten Themen wie Dschungel, Zirkus, Spielplatz helfen durch die emotionale Beteiligung die Spiel- und Sprechlust der Kinder zu aktivieren. Prinzipien unserer Sportförderung sind u.a., dass alle Kinder in unterschiedlichen Bewegungsfeldern aktiv sein sollen und die Aufgaben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade - abgestimmt auf das Können der Kinder - beinhalten. Außerdem werden vielfältige Erfahrungsfelder zur motorischen und kommunikativen Interaktion bereitgestellt.

 

Bewegung und Klassenunterricht

In der Schule bringen häufige Bewegungsgelegenheiten im Unterricht Entspannung, aber auch Chancen für die Wiederaufnahme verlorengegangener Konzentration. In vielen Unterrichtsfächern wird Bewegung in die Lernprozesse integriert, wobei ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand den kindlichen Bedürfnissen in besonderer Weise entgegenkommt. Lernen mit Bewegung führt zu Rhythmisierung von Unterricht, fördert ein positives Lern- und Arbeitsklima und ermöglicht vielfältige Sinneserfahrungen. Lernen über Bewegung fördert insgesamt den Aufbau persönlicher und sozialer Kompetenzen. Das Erfassen unterrichtlicher Inhalte wird über Bewegung unterstützt. Darüber hinaus wird das Erlernen der Sprache und des Sprechens, das Verstehen von Begriffen durch das Bewegen,Tun und Handeln erleichtert. Die über das Handeln gewonnen Erfahrungen werden mit Sprache zu Begriffen (greifen-begreifen-begriffen).

Die Bewegung ist ein zentraler Baustein in unserem Unterricht:

  • Bewegungspausen im Unterricht (Stuhlkreisspiele, Sing- und Klatschspiele, Bewegungsspiele und Tänze, Rhythmusspiele etc.)
  • Koordinations –und Überkreuzbewegungen
  • Entspannungsmethoden (Fantasiereisen, Partnermassage etc.)
  • Wechselnde Sitz- und Arbeitspositionen (Teppich, flexible Sitzmöbel etc.)
  • Lernen mit allen Sinnen (Stationsverfahren, Wochenplanarbeit, Freiarbeit etc.)
  • Unterrichtsgänge (innerhalb des Dorfes, nach Hürth zum Sportplatz, zur Bücherei, zum Bauernhof etc.).

Bewegung und Pause

Der Schulhof der Schule besteht sowohl aus versiegelten Flächen als auch aus naturbelassenen Freispielflächen. Zusätzlich kann der angrenzende städtische Spielplatz mit vielfältigen Spielgeräten genutzt werden.
Für eine aktive Pause können unsere Schüler als besonderes Angebot der Schule  bewegungsanregendes Spielmaterial ausleihen. 
Als Einsteigerfahrzeuge werden den Kindern in den Pausen Roller zur Verfügung gestellt, die insbesondere den Gleichgewichtssinn schulen und auch zur Vorbereitung auf das Fahrradtraining dienen.

Schwimmkonzept

Jeder Schüler nimmt ab Klasse S II in einem Quartal pro Schuljahr am Schwimmunterricht im nahe gelegenen Erlebnisschwimmbad teil. In klassenübergreifenden Übungsgruppen werden je nach Fähigkeit des Kindes spezifische Übungen durchgeführt.

Dabei unterscheiden wir folgende Gruppierungen:

  • Wassergewöhnung und Wasserbewältigung

Das Kind macht erste Erfahrungen mit dem Element Wasser (gleiten, tauchen, springen, atmen etc.) im Nichtschwimmerbereich.

  • Anfängerschwimmen

Das Kind erlernt erste Schwimmbewegungen des Brustschwimmens bis hin zum Seepferdchen (Koordination von  Arm- und Beinbewegung, Gegenstände aus dem Wasser holen, Sprünge vom Beckenrand etc.).

  • Schwimmergruppe

Das Kind erhält die Möglichkeit, die Schwimmtechniken zu erlernen und zu verfeinern und für weitere Schwimmabzeichen zu trainieren (Rücken- und Kraulschwimmen, Streckentauchen, Tieftauchen etc.). Außerdem besteht in Absprache mit dem Schwimmbadpersonal die Möglichkeit, die Rutschen, den Sprungturm oder das Erlebnisschwimmbecken mit Wasserstrudeln und Whirlpool zu benutzen.

Roller – und Radfahrtraining

Neuere Forschungsergebnisse belegen, wie wichtig das Rollerfahren für die kindliche Entwicklung ist. Besonders der Gleichgewichtssinn wird durch das Rollerfahren geschult. Zudem lernen Kinder ihre Geschwindigkeit abzuschätzen sowie schnell und angemesssen zu reagieren. Darüber hinaus ist es jedoch für sprachbeeinträchtigte Kinder mit motorischen Problemen besonders wichtig, vielseitige Körperreaktions- und Bewegungserfahrungen zur Entwicklung eines gesunden Bewegungsgefühls zu machen. So erfahren besonders bewegungsscheue und -ängstliche Kinder immer mehr Freude an der Bewegung und lernen, sich selbstsicherer auf neue Situationen einzustellen. In unserer Schule stehen verschiedene Arten und Größen von Rollern zur Verfügung; zusätzlich wird durch den Einsatz von Rollern der Umstieg auf das Fahrrad wesentlich erleichtert.

Radfahrtraining

In erster Linie wird das Radfahrtraining im Rahmen des Sachunterrichtes der Klasse 4, mit dem Ziel die Radfahrprüfung zu bestehen, durchgeführt. Theoretische und praktische Gesichtspunkte werden dabei angesprochen; die Kinder sollen Kenntnisse über das Fahrrad und Sicherheit im Umgang mit dem Rad - besonders bei der Teilnahme im Straßenverkehr - gewinnen. Da viele Kinder auch in unserer Schulform vermehrt Probleme mit motorischen Anforderungen haben, wird auf die Kombination verschiedener Bewegungsabläufe mit schnellen situationsangepassten motorischen Reaktionen bei diesem Training viel Wert gelegt. In unserer Schule stehen Fahrräder im Klassensatz zur Verfügung und können auch im Rahmen des Sportunterrichtes oder für kleine Touren -u.a. in der Fahrrad-AG- rund um den Schulort genutzt werden. 

Spiel – und Sportfeste

Jährlich finden an unserer Schule Spielfeste oder Sportfesttage statt. Für das Spielefest, bei dem die Kinder vielfältige Wahrnehmungs- und Bewegungsangebote erhalten, werden die Außenanlagen und die Räumlichkeiten der Schule genutzt. Gerne finden Spielfeste unter thematischen Aspekten wie Märchen, Dschungel etc. statt.
Die Sportfeste werden in Anlehnung an die Bundesjugendspiele in spielerischer Art und Weise auf dem nahegelegenen Sportplatz durchgeführt. Die motorischen Grundfähigkeiten Laufen, Springen und Werfen werden dabei besonders geübt. Es stehen den Kindern zudem weitere Spielstationen zur Verfügung. Der Leistungsgedanke tritt dabei in den Hintergrund. Gefördert werden soll der Spaß am Gemeinsamen Tun und das positive Erleben leichtathletischer Disziplinen.